Knallcharge

Der Blog aus Neuss - 1. November - über 1. November, Neuss und den Rest der Welt!
 

Letztes Feedback

Meta



Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Über

Hallo,

ich stelle mich hier mal kurz vor, damit ihr wisst, was für ein Heini ich bin. Geboren wurde ich kurz nachdem die Dinosaurier ausgestorben sind in einer Gegend, die weit oben im Norden liegt, Süddänemark (einigen auch als Schleswig-Holstein bekannt).

Doch das Schicksal schlug dann auch bei mir erbarmungslos zu und ich wurde in Deutschland immer weiter tiefer gelegt und schaffte es so, mich dann doch endlich mal irgendwo anzusiedeln, wo ich ursprünglich nicht wollte. Aber nun kann ich es auch nicht mehr ändern und wohne jetzt in Neuss.

„Neuss, was ist das denn?“ werden jetzt viele Fragen und ich kann dazu sogar eine Antwort geben. Neuss ist eine Stadt, ganz in Westen von Deutschland gelegen (Nein, gerade noch nicht in Holland und auch nicht im Osten), die schon etwas älter ist und von den Römern vor mehr als 2000 Jahren gegründet wurde (leider stammt ein großer Teil des Stadtrates ebenfalls noch aus dieser Zeit). Das Problem ist nur, dort will eigentlich niemand hin (gebt mal Neuss im Navi ein und es kommt die Frage: „Sind Sie sicher?&ldquo.

Die beiden größeren Dörfer in der Nähe, also Düsseldorf und Köln, ignorieren Neuss weitestgehend, so dass man hier nicht nur Alt oder Kölsch, sondern auch richtiges Bier in den Kneipen bekommen kann.

Hier in Neuss gibt es wie in jeder anderen Stadt viele Ortsteile und ich bin in einem der südlichsten gelandet, in 1. November.

1. November? Ja, dieser Stadtteil heißt tatsächlich 1. November, oder auch Allerheiligen. Wie es zu diesem merkwürdigen Namen für diesen Ort kam, kann ich immer noch nicht sagen, aber es wird eines der Geheimnisse sein, die ich noch ergründen werde. 1. November ist ein aufstrebender Stadtteil, in dem viele junge Familien wohnen, es aber keine Grundschule gibt. Die Kinder werden jeden Tag mühsam in den Nachbarort gekarrt, um dann mittags wieder abgeholt zu werden.

Ach ja, einen Beruf habe ich auch. Wenn es nach meinen Eltern gegangen wäre, würde ich jetzt Autos zusammenschrauben oder Strippen ziehen, doch es gibt Tage, da wollte ich einfach mal rebellisch sein und wurde Beamter. Nun habe ich den Salat und bin fester Bestandteil der Verwaltung von Nordrhein-Westfalen.

Nun, da mir immer wieder irgendwelche Dinge auffallen, die mir merkwürdig erscheinen, habe ich mich entschlossen, darüber mal zu bloggen. Dabei werde ich mich nicht nur auf 1. November beschränken, sondern auch über den Rest der Welt schauen. Ich hoffe es gefällt euch.

 

Alter: 50
 


Werbung




Blog

Frisch aus dem Urlaub zurück – Veggiegirl!

Hach, was habe ich diese Zeit genossen, als meine junge Kollegin, mit der ich ein Büro teilen darf, doch im Urlaub war. Gotteseidank/Leider ist sie jetzt wieder da, frisch erholt und das blühende Leben. Nun, sie arbeitet gut, ist immer nett zu unseren „Kunden“ und stets hilfsbereit. Doch leider ist die Veganerin – von der extrem militanten Sorte.

 

So kam sie schon kurz nach dem ersten Eintrudeln hier in meinem Büro vor 5 Jahren den Namen Veggiegirl. Man kann sich gut mit ihr unterhalten, solange man ein Thema nicht anspricht: Essen! Leider haben wir eine Frühstückspause…

 

Hier gibt es nur eine Sache für Veggiegirl, der Fraß hat streng vegan zu sein. PUNKT! Hier unterscheidet sie sich nicht von religiösen Fanatikern und würde den heiligen Krieg für ihre Lebenseinstellung ausrufen.

 

Aber schon hier beim Frühstück kommen die ersten Diskusionen, denn ich habe Wurst auf meinem Brot. Böses Foul, kenne ich schon seit 5 Jahren, doch heute kam der nächste Hammer: „Hast du Butter auf dem Brot oder Margarine?“

Leider sagte ich das Unwort: „Butter!“

Sofort legte sie los, wegen den armen Kühen, die den ganzen langen Tag doch böse ausgebeutet werden (sie vergas dabei die Ausbeutung des Menschen in Landesbehörden) nur um Milch zu geben. Nicht nur, dass die armen Kühe Milch geben, sie werden dann auch noch verwurstet und die Haut zu Schuhen gemacht. Sie hat jedoch da ein reines Gewissen, denn für ihre Nahrung und Kleidung musste kein Tier leiden.

Nun gut, es mag sein, das die armen Tierchen doch in der Massentierhaltung etwas gequält werden, doch mein Metzger hat mir versprochen, nur Tiere zu schlachten, die ihn auch angegriffen haben, also nur aus Notwehr. Leider zählt auch dieses Argument nicht so wirklich.

 

Dann ist mir doch noch der Gegenschlag gelungen: Baumwolle!

„Weißt du, wie Baumwolle geerntet wird?“

„Nein, warum?“

„Du trägst doch nur Klamotten aus Baumwolle?“

„Meistens, ab und zu doch etwas mit Polyesteranteil. Warum?“

„Oh, noch schlimmer. Aber erst mal zu der Baumwolle. Damit diese geerntet werden kann, müssen dafür Bäume sterben und der Regenwald weichen. Sobald die Baumwolle reif ist, werden die Baumwollbäume gefällt und die Baumwolle gepflückt. Danach ist der Boden, an dem der Baum stand, für Jahre nicht zu verwenden. Erst rund 20 Jahre später kann dort wieder ein Baumwollbaum angepflanzt werden. Daher werden riesige Mengen Regenwald für die Baumwollproduktion vernichtet!“ (zugegeben, Baumwolle wächst an kleinen Büschen, die jedes Jahr neu eingesät werden)

„Nun, das wusste ich nicht.“ (wie denn auch, war völliger Humbug)

„Und dann deine Polyester. Die armen Tierchen wachsen in riesigen Zuchtfarmen auf und wenden, wegen der Qualität lebendig gehäutet!“

„Polyester ist doch eine Kunstfaser!“

„Ja, schon, aber hier werden kleine unschuldige Moleküle lebendig gehäutet!“

 

So, jetzt ist wieder bis zur Mittagspause Waffenruhe, dann geht es in die nächste Runde – Saitlinge für Tofuwürste!

27.8.13 09:19, kommentieren

Nach der Maggikalypse – jetzt die Fäkalypse!

In 1. November ist man ja schon einige Gerüche gewohnt, mal riecht es lecker nach Erdbeeren, dann am nächsten Tag nach Karamell und an anderen Tagen nicht ganz so lecker. Und dann kam der Tag der Maggikalypse, da roch es in 1. November kaum, dafür in Köln umso heftiger. Dummerweise war ich an diesem Tag auch noch dienstlich in Köln, ich kann euch sagen, es war schon recht heftig.

 

Doch gestern kam ich freudestrahlend nach Hause, dachte nichts schlimmes, und erreichte den Dorfeingang. Doch der Geruch, der mir da entgegenschlug kam diesmal nicht von Selisia, er kam direkt aus der Kanalisation. Ein richtig heftiger Fäkaliengeruch schlug mir entgegen!

 

Keine Ahnung, was da gestern los war, ich schätze, die Stadtwerke haben wieder einen Lokustieftaucher losgeschickt, um die Kanalisation zu reinigen oder andere böse Dinge zu unternehmen. Oder, wie letztes Jahr passiert, da ist einem Entsorgungsunternehmen, die bei einer Baustelle in der Nähe meiner Dienststelle die Fäkalien entsorgten, beim Abtransport (stinkt schon gewaltig, wenigstens haben die Jungs von der Baustelle uns immer vorgewahrt, damit wir die Fenster schließen konnten) ein kleines Missgeschick passiert und er hat sich an einem Bagger den Tank aufgerissen. Drei Tage hat es gedauert, bis ein Gewitter Erbarmen mit uns hatte und die anrüchigen Reste wegspülte.

 

Aber gestern konnte meine Nase schon nach wenigen Stunden wieder Entwarnung geben, der Gestank hat sich zum Glück verzogen.

27.8.13 07:48, kommentieren