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Frisch aus dem Urlaub zurück – Veggiegirl!

Hach, was habe ich diese Zeit genossen, als meine junge Kollegin, mit der ich ein Büro teilen darf, doch im Urlaub war. Gotteseidank/Leider ist sie jetzt wieder da, frisch erholt und das blühende Leben. Nun, sie arbeitet gut, ist immer nett zu unseren „Kunden“ und stets hilfsbereit. Doch leider ist die Veganerin – von der extrem militanten Sorte.

 

So kam sie schon kurz nach dem ersten Eintrudeln hier in meinem Büro vor 5 Jahren den Namen Veggiegirl. Man kann sich gut mit ihr unterhalten, solange man ein Thema nicht anspricht: Essen! Leider haben wir eine Frühstückspause…

 

Hier gibt es nur eine Sache für Veggiegirl, der Fraß hat streng vegan zu sein. PUNKT! Hier unterscheidet sie sich nicht von religiösen Fanatikern und würde den heiligen Krieg für ihre Lebenseinstellung ausrufen.

 

Aber schon hier beim Frühstück kommen die ersten Diskusionen, denn ich habe Wurst auf meinem Brot. Böses Foul, kenne ich schon seit 5 Jahren, doch heute kam der nächste Hammer: „Hast du Butter auf dem Brot oder Margarine?“

Leider sagte ich das Unwort: „Butter!“

Sofort legte sie los, wegen den armen Kühen, die den ganzen langen Tag doch böse ausgebeutet werden (sie vergas dabei die Ausbeutung des Menschen in Landesbehörden) nur um Milch zu geben. Nicht nur, dass die armen Kühe Milch geben, sie werden dann auch noch verwurstet und die Haut zu Schuhen gemacht. Sie hat jedoch da ein reines Gewissen, denn für ihre Nahrung und Kleidung musste kein Tier leiden.

Nun gut, es mag sein, das die armen Tierchen doch in der Massentierhaltung etwas gequält werden, doch mein Metzger hat mir versprochen, nur Tiere zu schlachten, die ihn auch angegriffen haben, also nur aus Notwehr. Leider zählt auch dieses Argument nicht so wirklich.

 

Dann ist mir doch noch der Gegenschlag gelungen: Baumwolle!

„Weißt du, wie Baumwolle geerntet wird?“

„Nein, warum?“

„Du trägst doch nur Klamotten aus Baumwolle?“

„Meistens, ab und zu doch etwas mit Polyesteranteil. Warum?“

„Oh, noch schlimmer. Aber erst mal zu der Baumwolle. Damit diese geerntet werden kann, müssen dafür Bäume sterben und der Regenwald weichen. Sobald die Baumwolle reif ist, werden die Baumwollbäume gefällt und die Baumwolle gepflückt. Danach ist der Boden, an dem der Baum stand, für Jahre nicht zu verwenden. Erst rund 20 Jahre später kann dort wieder ein Baumwollbaum angepflanzt werden. Daher werden riesige Mengen Regenwald für die Baumwollproduktion vernichtet!“ (zugegeben, Baumwolle wächst an kleinen Büschen, die jedes Jahr neu eingesät werden)

„Nun, das wusste ich nicht.“ (wie denn auch, war völliger Humbug)

„Und dann deine Polyester. Die armen Tierchen wachsen in riesigen Zuchtfarmen auf und wenden, wegen der Qualität lebendig gehäutet!“

„Polyester ist doch eine Kunstfaser!“

„Ja, schon, aber hier werden kleine unschuldige Moleküle lebendig gehäutet!“

 

So, jetzt ist wieder bis zur Mittagspause Waffenruhe, dann geht es in die nächste Runde – Saitlinge für Tofuwürste!

27.8.13 09:19

Letzte Einträge: Sie sind wieder da…!, Immer wieder eine Sache für sich… Schwiegermütter!, Nach der Maggikalypse – jetzt die Fäkalypse!, Ein plötzlicher Familienzuwachs, Im Bann des Schnurrinators

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